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Wissenswertes

Interessantes rund um’s Fechten

Fechtsport

Fechten ist eine klassische Kampfsportart und ist seit 1896 olympische Disziplin. Beim Fechten besteht kein Körperkontakt zwischen den Gegnern. Ziel ist es, mit der stumpfen Spitze der Waffe die gültige Trefffläche des Gegners zu berühren, ohne dabei selbst getroffen zu werden.

Im modernen Sportfechten wird mit Florett, Degen und Säbel gefochten. Die Waffen unterscheiden sich hinsichtlich Aussehen und Gewicht sowie Reglement und gültiger Trefffläche. Es gibt beim Fechten anders als bei anderen Kampfsportarten keine Einteilung nach Gewichtsklassen. Unterschieden wird im Wettkampf nur nach Alter und Geschlecht.

Wer kann Fechten? Was wird beim Fechten trainiert?

 

Fechten ist ein Sport für jedermann zwischen 8 und 80 Jahren. Egal ob groß oder klein, schlank oder fülliger – den Fechtsport kann jeder ausüben, der Lust und Spaß daran hat, seine Fähigkeiten zu trainieren und sich mit Gleichgesinnten zu messen. Bei uns trainieren wir Kinder ab einem Alter von 7 Jahren. Aber auch ein späterer Einstieg ist problemlos möglich. Fechten kann man auch mit 14 oder 50 Jahren noch erlernen.

 

Fechten ist ein anspruchsvoller und faszinierender Sport. Man muss ständig in Bewegung und unter Körperspannung bleiben, um jederzeit in Sekundenbruchteilen auf Aktionen des Gegners reagieren oder dessen Fehler ausnutzen zu können.

Fechten fordert und fördert:

• Beweglichkeit
• Schnelligkeit
• Koordination
• Ausdauer
• Reaktionsvermögen
• Konzentration
• Nervenstärke
• Taktisches Denken
• Fairness

 

Wie viele andere Kampfsportarten auch erfordert Fechten gerade in den ersten Wochen und Monaten auch eine gute Portion Durchhaltevermögen. Das Erlernen der fechterischen Grundlagen und das sichere Beherrschen der Waffe benötigen nun Mal ein gewisses Maß an Übung.

Nach etwa einem Jahr Training können Fechtanfänger die Turnierreifeprüfung ablegen und sich bei ersten Wettkämpfen mit Fechtern anderer Vereine messen. Von nun an geht es um Punkte und Medaillen, Sieg oder Niederlage.

Die verschiedenen Altersklassen sind unterteilt in…

 

9- bis 10-Jährige: U11

11- und 12-Jährige: U13

11- und 12-Jährige: U15

15- und 16-Jährige: U17 (Kadetten)

17- bis 19-Jährige: U20 (Junioren)

20-Jährige und Ältere: Senioren

40-Jährige und Ältere: Veteranen

Quelle: Sportordnung DFB

Waffen

 

Florett

Das Florett ist eine reine Stichwaffe. Treffer können nur mit der Spitze auf der E-Weste erzielt werden. Gültige Trefffläche im Florett ist der Rumpf ohne den Kopf, ohne Arme und Beine. Eine Trefferanzeige wird erst ausgelöst, wenn der auf der Klingenspitze sitzende Spitzenkopf mit mehr als 500 Gramm Druck eingedrückt wird. Dies wird vor jedem Gefecht vom Kampfrichter mittels eines 500 Gramm schweren Prüfgewichts überprüft.

Im Florett gilt ein Treffervorrecht bzw. Angriffsrecht:

Wer angegriffen wird kann nur dann einen gültigen Treffer setzen, wenn er den Angriff zuvor abwehrt. Es sei denn der Angriff des Gegners verfehlt sowohl die gültige als auch ungültige Trefffläche des Angegriffenen. Dadurch wird mit dem Florett sehr offensiv gefochten, und es gibt viele spektakuläre Paraden zu sehen.

Säbel

Der Säbel ist eine Hieb– und Stichwaffe. Es können sowohl mit der Spitze als auch durch Hiebe mit Schneide oder Rückschneide Treffer erzielt werden. Trefferfläche ist der gesamte Rumpf, Arme und Kopf.

Gültige Trefffläche im Säbel ist alles oberhalb der Gürtellinie.

Die Trefferanzeige wird bei jeder Berührung der Klinge mit der gültigen Trefffläche, also der elektrisch leitenden Jacke oder Maske des Gegners, ausgelöst.

Im Säbel gilt wie auch im Florett ein Treffervorrecht. 

Anders aber als beim Florett werden Treffer auf ungültiger Fläche nicht angezeigt.

 

Degen

Der Degen ist wie das Florett eine reine Stichwaffe. Beim Degenfechten ist der ganze Körper gültige Trefffläche und, anders als bei Florett und Säbel, gibt es kein Angriffsrecht. Wer zuerst trifft, bekommt den Punkt. Treffen beide Fechter gleichzeitig innerhalb 1/20 Sekunde, erhalten beide einen Punkt. Da der Angreifer dadurch immer Gefahr läuft im Angriff auch selbst getroffen zu werden, gilt die Devise:

„Treffen, ohne getroffen zu werden!“

Die Fechtweise des Degens kommt dem ursprünglichen Duellfechten, dem Kampf auf Leben und Tod, am nächsten. Gerade dieses macht den Reiz dieser Waffe aus. Daraus ergibt sich auch der hohe Anspruch des Degenfechtens an das taktische Vorgehen, das Beherrschen der Technik und nicht zuletzt an den Einfallsreichtum des Fechters.

Häufig gestellte Fragen

Grundsätzlich nein. Verletzungen durch die Fechtwaffen selbst sind aufgrund der hohen Sicherheitsbestimmungen für Waffen und Fechtkleidung nahezu ausgeschlossen. Einen blauen Fleck oder kleinen Muskelkater kann es aber schon mal geben.

Außer „normaler“ sportlicher Konstitution sind keine besonderen Voraussetzungen für den Einstieg in den Fechtsport notwendig.

Bei uns trainieren wir Kinder ab einem Alter von etwa 7 Jahren. Aber auch ein späterer Einstieg ist problemlos möglich.

Ja! Da man den Fechtsport bis ins hohe Alter ausüben kann, kann man das Fechten auch noch spät erlernen. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten steht beim Fechten nicht nur Kondition und Koordination im Vordergrund. Taktik und Psyche spielen ebenfalls eine (kampf-)entscheidene Rolle.

Für den Anfang genügen lange Trainingsbekleidung und Hallensportschuhe. In den ersten Monaten unterstützt dich der Verein mit Material (Florett, Handschuh, Maske,…). Bis zum Ablegen der Turnierreifeprüfung nach etwa einem Jahr solltet ihr schrittweise eure eigene Ausrüstung erwerben. Neu kostet eine komplette Fechtausrüstung etwa 400 – 600 EUR. Gebraucht gibt es vieles aber bereits wesentlich günstiger.